![]() |
Kleiner niederländischer Brackenhund |
|
Er wird vom F.C.I. nicht anerkannt |
Ursprung |
Die Niederlande | |
Übersetzung |
Francis Vandersteen | |
En français, cette race se dit |
![]() |
Petit Chien courant néerlandais |
In English, this breed is said |
![]() |
Small Dutch Hound |
En español, esta raza se dice |
![]() |
Sabueso holandés pequeño |
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd |
![]() |
Kleine Nederlandse Brak |
Diese Rasse ist auch bekannt als |
Steenbrak |
|
Das Steenbrakje ist eine alte Rasse, die von den großen Brackenhunden abstammt, welche der Adel im Mittelalter für die Jagd nutzte. Mit dem Schwinden der adeligen Privilegien und dem Aufstieg des Bürgertums kamen kleinere Hunde in Mode. Infolgedessen erlebte das Steenbrakje eine Zeit der Beliebtheit als städtischer Begleiter und Haushund. Die Bezeichnung „Steenbrak“ geht auf eine alte Fehlübersetzung zurück; sie steht für einen „Viertel-Brackenhund“ (oder kleinen Brackenhund), während ein großer Brackenhund als „Doppel-Brackenhund“ bezeichnet wurde. Eine vollständige und endgültige Geschichte der Rasse ist bislang noch nicht verfasst worden. Glücklicherweise lieferten alte Gemälde genügend Informationen, um Rassestandards festzulegen. Obwohl das Steenbrakje ursprünglich ein Jagdhund war, wird es heute ausschließlich als Begleithund gezüchtet. Auch wenn sie nicht gezielt daraufhin gezüchtet werden, sind ihre Jagdinstinkte erhalten geblieben; für ein Steenbrakje ist es das größte Glück, frei über Felder zu laufen und einer Hasenspur zu folgen. Diese Hunde besitzen ein natürliches, typisches Hundewesen: Sie sind intelligent, einfallsreich und anspruchslos. Bei ausreichend Bewegung eignen sie sich sogar für Menschen, die in kleinen Wohnungen leben. Diese niederländischen Brackenhunde vertragen sich sehr gut mit anderen Hunden und sind im Umgang mit Kindern zuverlässig. Ihre Widerristhöhe liegt zwischen 30 und 42 cm. Das Fell des Steenbrakje besteht aus kurzem, steifem Haar, wobei gelegentlich das rezessive Merkmal für Langhaarigkeit auftritt – ein seltenes Phänomen bei Brackenhunderassen. Die Fellfarbe reicht von hellem Fuchsrot bis zu einem tiefen, intensiven Rot mit weißen Abzeichen; zudem können schwarze, blaue oder braune Flecken vorhanden sein. Im Jahr 1937 wurden einige Exemplare vom Typ „Steenbrak“ wiederentdeckt, die eine Farbverdünnung aufwiesen. Durch die Verpaarung mit sehr kleinen, feingliedrigen „Deutschen Edelbracken“ sollte die Grundlage für die Wiederbelebung der Rasse geschaffen werden, doch der Ausbruch des Krieges stoppte das Vorhaben. Später wuchs das Interesse an der Rasse wieder. In die Zuchtbemühungen wurden alle Hunde einbezogen, die einem „Brak“ (Brackenhund) ähnelten. Auch Blutlinien von jenseits der Grenze wurden eingebracht: der Finnentrop-Olpe-„Brak“ und die Sauerländer „Dachsbracke“. Der niederländische „Brakkenclub“ wurde 1954 mit dem vorrangigen Ziel gegründet, den alten niederländischen „Steenbrak“ wieder zu etablieren. Im Jahr 1957 wurde aus einer sehr heterogenen Population eine Zuchtgruppe aus vier Rüden und acht Hündinnen zusammengestellt, um den alten niederländischen „Brakje“ neu zu züchten. Eine Züchterin, Frau H. Martin aus Harfsen, hält bis heute an diesen Richtlinien fest. Andere Züchter begannen, auf den Typ des deutschen Finnentrop-Olpe-„Braks“ hin zu selektieren. Einige Jahre später kam der Clubvorstand zu dem Schluss, dass der niederländische „Steenbrak“ nicht als eigenständige Rasse existierte; folglich wurde der gesamte Bestand offiziell – auf dem Papier – als deutscher „Brak“ umklassifiziert. Der niederländische Dachverband für das Hundewesen (Raad van Beheer op Kynologisch Gebied in Nederland) prüft Anträge auf Rasseanerkennung nur dann, wenn sie von einem offiziell anerkannten Verband eingereicht werden. Trotz Widerständen wird der Bestand an „Brakjes“ des niederländischen Typs auf etwa 60 Individuen geschätzt. Die Zucht konzentrierte sich gezielt auf den auf alten Gemälden dargestellten Typ, was zu einer hohen Einheitlichkeit führte. Die Unterschiede zur eigentlichen „Deutschen Edelbracke“ sind deutlich genug, dass auch Laien die beiden Rassen voneinander unterscheiden können. Wenn eine Rasse Gegenstand eines Anerkennungsantrags ist, wird nicht der Nachweis ihrer Existenz verlangt, sondern das Gutachten eines Clubvorstands. |









Deutsch (Deutschland)
Kommentare / Bewertungen