Norwegischer Buhund

FCI-Standard Nº 237

   
   
Ursprung
  Norwegen
Übersetzung
  Durch Dr. J.-M. Paschoud an den neuen Text des Standards angepasst
Gruppe
  Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion
  Sektion 3 Nordische Wach und Hütehunde
Arbeitsprüfung
  Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
  Montag 25 Februar 1963
Publikation des gültigen offiziellen Standards
  Mittwoch 11 Februar 2026
Letzten Aktualisierung
  Dienstag 24 März 2026
En français, cette race se dit
Buhund norvégien
In English, this breed is said
Norwegian Buhund
En español, esta raza se dice
Buhund noruego
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Noorse Buhund
In seinem Herkunftsland heißt er
 

Norsk Buhund

Verwendung

Vielseitig verwendbarer Wach-, Hof- und Hütehund.
 

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Norwegische Buhund lässt sich weit in die norwegische Geschichte zurückverfolgen. Der Rassetyp existiert wahrscheinlich schon seit der Zeit vor der Wikingerzeit und ist somit mehr als tausend Jahre alt. In Wikingergräbern wurden Überreste gefunden, die darauf hindeuten, dass ein kleiner spitzartiger Hund mit den Menschen zusammenlebte. Das Wort „Buhund“ bedeutet „Hofhund“ und wird in den „Sagen der nordischen Könige“ von Snorri Sturlason erwähnt. Eine der Geschichten dort handelt davon, wie Olav Tryggvason in Irland war und einen Bauern sowie dessen sehr klugen Buhund Vige traf. Olav war so beeindruckt von den Hütetalenten des Hundes, dass er ihn haben wollte. Der Bauer schenkte den Hund Olav, und im Gegenzug erhielt er einen Goldring und Olavs Freundschaft. Der Buhund ist eine vielseitige Allround-Rasse, wurde vom Bauern jedoch hauptsächlich als Wach- und Hütehund eingesetzt. Der erste Rassestandard wurde 1926 vom norwegischen Kennel Club genehmigt.

Allgemeines erscheinungsbild

Ein typischer Spitz, leicht untermittelgross, quadratisch gebaut; sein Ausdruck ist aufgeweckt und freimütig. Die Ohren sind aufgerichtet und spitz; die Rute wird fest eingerollt über dem Rücken getragen.

Wichtige proportionen

Gut ausbalanciert.
Die Tiefe der Brust entspricht der Hälfte der Widerristhöhe.
Die Körperlänge entspricht in etwa der Widerristhöhe.
Die Länge des Körpers wird vom Schulterpunkt bis zum Hüftpunkt gemessen.

Verhalten / charakter (wesen)

Mutig, energisch, freundlich.

Kopf

Harmonisch, nicht zu schwer. Keilförmig, klar. Die geschlechtsspezifischen Merkmale müssen deutlich ausgeprägt sein.

Oberkopf

Schädel
  Fast flach, parallel mit geradem Nasenrücken. Gut ausgefüllt unter den Augen. 
Stop
  Gut, aber nicht zu stark ausgeprägt.

Facial region

Nasenschwamm
  Schwarz.
Fang
  Etwa gleich lang wie der Schädel. Weder zu schmal noch zu schwer.
Lefzen
  Straff anliegend, schwarz.
Nasenrücken
  Der Nasenrücken ist gerade.
Kiefer / Zähne
  Vollständiges Scherengebiss.
Augen
  Oval; Farbe möglichst dunkel; Schwarze Lidränder.
Ohren
  Von mittlerer Grösse, spitz, straff aufrecht getragen.

Hals

Mittellang, klar, kräftig, stolz getragen.

Körper

Obere Profillinie
  Gerade vom Widerrist bis zum Rutenansatz.
Widerrist
  Gut entwickelt und höchster Punkt der Oberlinie.
Rücken
  Kurz, kräftig und gerade.
Lenden
  Kurz, kräftig und gerade.
Kruppe
  So wenig abfallend wie möglich.
Brust
  Tief.
Rippen
  Rippen gut gewölbt.

Rute

Hoch angesetzt, eng eingerollt, über der Rückenmitte getragen, nicht zu sehr zur Seite.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
  Schlank mit kräftigen Knochen.
Schultern
  Leicht schräg.
Oberarm
  Leicht schräg.
Ellenbogen
  Eng an der Brust anliegend.
Unterarm
  Gerade.
Vordermittelfuss
  Leicht schräg.
Vorderpfoten
  Oval, kompakt.

Hinterhand

Allgemeines
  Mässig gewinkelt.
Oberschenkel
  Kraftvoll und gut bemuskelt.
Knie
  Mäßig gewinkelt.
Unterschenkel
  Gut bemuskelt.
Sprunggelenk
  Mäßig gewinkelt.
Hinterpfoten
  Oval, kompakt.

Gangwerk

Effizient, parallel mit gutem Schub. Feste Oberschaftlinie.

Haut

Straff am Körper anliegend, ohne Falten.

Coat

Haar
  Deckhaar dick, reichlich, hart, aber eher glatt anliegend. Am Kopf und an den Vorderseiten der Läufe ist das Haar vergleichsweise kurz, am Hals, an der Brust, an der Hinterseite der Oberschenkel und an der Rute länger. Die Unterwolle ist weich und dicht.
Farbe
  • Weizenfarben (biskuitfarben): Reicht von eher hell bis gelblich-rot. Mit oder ohne dunkle Haarspitzen, die jedoch die Grundfarbe nicht beeinflussen dürfen.
Maske zulässig. Saubere und klare Farbe bevorzugt. So wenig Weiß wie möglich.
• Schwarz: Vorzugsweise rein schwarz (ohne zu starke Bronzierung). So wenig Weiß wie möglich.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
  Für Rüden 43 - 47 cm, Für Hündinnen 41 - 45 cm.
Gewicht
  Für Rüden ungefähr 14 - 18 kg, Für Hündinnen ungefähr 12 - 16 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.
 

Allgemeine Fehler

 Gebäude zu fein, zu grob, Mangel an Eleganz.
 Hund steht am Widerrist tiefer als am Lendenbereich.
 Paddelnder oder trippelnder Gang vorne.
 Kurzer, kraftloser Schritt.
 Scheu.
 Nasenschwamm leberfarben oder rosarot.
 Zangengebiss.
 Helle Augen, vorstehende Augen.
 Schwach eingerollte Rute, Hängerute, unerwünschte Befederung.
 Überbaute Hinterhand.
 Paddelnde Bewegung der Vorderläufe, Schritt kurz, unergiebig.
 Gewelltes oder zu langes Haar.
 Nervosität.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde.
 Vor- oder Rückbiss.
 Ohren nicht aufgerichtet.
 Jede andere Haarfarbe als die zuvor genannten.
 Hunde, die mehr als 1 cm unter oder 2 cm über der Idealgröße liegen.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

https://www.fci.be/

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